Umwelttechnik unter der Lupe

Jasmin Taher

Nachhaltigkeit, Umweltschutz und erneuerbare Energien

Die Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und erneuerbare Energien sind aktueller denn je zuvor. Wir Menschen haben in den letzten Jahrzehnten massiven Raubbau an unserem Planeten betrieben und betreiben ihn leider noch immer. Es ist höchste Zeit, die Reissleine zu ziehen und unsere Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Auch nachfolgende Generationen sollen noch die Chance haben, von dem zu leben, was unser Planet bietet. Bereits im Jahr 1987 stellte die Brundtland Kommission, auch Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, folgende Definition auf: «Nachhaltige Entwicklung stillt den Bedarf der heutigen Generation, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu decken.»

Berufe im Bereich Umwelttechnik

Heutzutage ist es notwendig, im Bereich Energie- und Umwelttechnik verstärkt aktiv zu werden. Auch die Berufslandschaft hat sich entsprechend entwickelt. Inzwischen gibt es vermehrt Studiengänge, Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Energie- und Umwelttechnik sowie Natur- und Umweltschutz. Bei diesen Berufen stehen unter anderem thermische erneuerbare Energie, wie Wind- und Wasserkraft, Wärmepumpen und Kältetechnik sowie Brennstoffzellen, aber auch elektrische erneuerbare Energien, wie z. B. Photovoltaik, im Fokus. Ausserdem geht es um Rohstoffbeschaffung, Abluft- und Abwasserbehandlung, Recycling und Stoffkreisläufe.

Umwelttechnik als nachhaltige Methode

Sandbedarf weltweit explodiert

Das UN-Umweltprogramm (UNEP) warnte vor kurzem vor dem weltweit explodierenden Sandbedarf. Dadurch, dass die Weltbevölkerung wächst und immer mehr Menschen in Städte ziehen, wird immer mehr gebaut. Dadurch steigt auch der Bedarf an Sand und Kies, die für die Produktion von Beton benötigt werden. Laut UNEP ist Sand, gemessen am Volumen– nach Wasser – der meistgehandelte feste Rohstoff der Welt. Der Raubbau an Sand führt zu instabilen Küstenstreifen und Flussufern und dezimiert den Lebensraum von Tieren, beispielsweise Krabben und Fischen, sowie Pflanzen, die im sandigen Untergrund gedeihen. UNEP wirbt für internationale Regeln für den nachhaltigen, schonenden Abbau von Sand. Ausserdem sollten regenerative Alternativen für Sand gefunden werden.

Belastete Bauabfälle wieder zu hochwertigen Rohstoffen aufbereiten

Eine Möglichkeit, um den Abbau von natürlichen Sandvorkommen zu reduzieren, ist das Recycling und damit die Wiederverwendung mineralischer Bauabfälle. Diese können durch Sanierung wieder zu hochwertigen Baustoffen aufbereitet werden. Beispielsweise werden physikalisch-chemische Bodenwäsche in grossen Bodenwaschanlagen kontaminierte Mineralien, wie Bauschutt, von umweltschädlichen Substanzen und Altlasten gereinigt. Der so gewonnene gereinigte Kies oder Sand kann als wertvoller Rohstoff wieder im Bau eingesetzt werden.

Lesetipp Sachliteratur

Links und Quellen: