Das Alphabethaus – Jussi Adler-Olsen

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Das Alphabethaus - Jussi Adler-Olsen«Ist es möglich, als gesunder Mensch jahrelang in einem solchen Milieu zu überleben,

ohne dabei den Verstand zu verlieren?» Diese Frage stellt sich der dänische Bestseller Autor Jussi Adler-Olsen im Nachwort seines Buches «Das Alphabethaus». Grund: Es handelt sich um die Ursprungsfrage, der er in diesem Psycho-Krimi nachgeht. Die Frage kann letztendlich auch mit Psychologie nicht beantwortet werden. Sie ist ein Teil der Verantwortung des einzelnen Menschen. Das zeigt diese Geschichte auf.

Die beiden britischen Piloten Bryan und James waren unzertrennliche Freunde von Kindesbeinen an. Bei einem Flieger Einsatz im Zweiten Weltkrieg stürzen sie über deutschem Territorium ab. Schwer verletzt können sie sich in einen Zug mit Verletzten retten – Verletzten der deutschen Armee. Dort nehmen sie die Identität zweier verstorbener deutscher Soldaten an. Ein Entscheid mit enormen Folgen. Die beiden landen in einem Sanatorium für Geisteskranke im Schwarzwald. Ihr Leben als Simultanen im «Alphabethaus» wird zur Hölle.

Aufgewachsen in Nervenheilanstalten

Jussi Alder-Olsen ist in seiner Jugendzeit quasi in «Nervenheilanstalten» aufgewachsen. Sein Vater gehörte zu den Ärzten, die neue, humanere Ansätze propagierten. Der junge Jussi erlebte so auch Patienten, bei denen er sich fragte, ob sie Simulanten wären. Diese Frage begleitete ihn bis ins Erwachsenenalter. Vom Zeitpunkt des Entscheides dieses Buch zu schreiben, bis zum fertigen Buch dauerte es ganze 8 Jahre. Dem dänischen Autor ist mit diesem Psycho-Krimi ein Meisterwerk gelungen. Dabei muss beachtet werden, dass dies sein Erstlingswerk ist. Wer schon andere Bücher von Jussi Adler-Olsen gelesen hat, kann die Geschichte als etwas «langatmig» empfinden. Nichtsdestotrotz fordert die Geschichte heraus und fesselt einem zugleich.

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