Die Tore der Welt – Ken Follett

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Die Tore der Welt - Ken FolletWer sich noch an das Epos «Die Säulen der Erde» erinnert,

darf sich auf den Nachfolgeteil «Die Tore der Welt» freuen. Ähnlich spannend, ähnliche Schicksale und wiederum geht es um Bauwerke, um Liebe, Leidenschaft, Intrigen und um Not und Glück. Dieses Buch hat mich gepackt. Die Protagonisten Caris und Merthin, die immer wieder ins Zentrum der Geschichte rücken, Freund und Feind – all inclusive! Das Besondere an solchen Epos mit Geschichten, die über 20 Jahre und mehr dauern, man erhält eine andere Einstellung für das eigene Leben. Der Blick von oben über mehrere Jahrzehnte, lässt spannende Biografien in eine anderes Licht rücken. Das Buch ist absolut empfehlenswert, wenn man sich mit dem Mittelalter auseinandersetzen will.

Das ganz besondere Geheimnis

England im Jahre 1327. Es ist der Tag nach Allerheiligen. In der Stadt Kingsbridge trifft sich im Schatten der Kathedrale das Volk. Vier Kinder flüchten vor dem Trubel in den nahe gelegenen Wald. Dort werden sie Zeugen eines Kampfes – und eines tödlichen Geheimnisses.

Die Protagonisten

Merthin, ein Nachfahre von Jack Builder, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie, den Blick und die Erkenntnis für moderne Bauwerke geerbt. Sein starker Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Der Adel ist ihm sehr wichtig, weil sein Vater den Adel verloren hatte. Dieses krankhafte verlangen nach Anerkennung, wird Ralph oft auch zum Stolperstein. Caris, Tochter eines Wollhändlers, hat den Traum, Arzt zu werden. Gwenda, Kind eines Taglöhners, will nur ihrer Liebe folgen. Eine Liebe, die immer wieder durch harte Schicksalsschläge geprüft wird. Und da ist noch Godwyn, Caris’Vetter, ein junger Mönch, der entschlossen ist, Prior von Kingsbridge zu werden. Koste es, was es wolle. Mit grosser Hilfe seiner sehr berechnenden Mutter. Ehrgeiz und Liebe, Stolz und Rache werden den Weg dieser Menschen bestimmen.

Schicksalschläge

Pest und Krieg werden ihnen das Liebste nehmen, was sie besitzen. Glück und Unglück werden sie begleiten. Doch sie werden die Hoffnung niemals aufgeben. Und immer wird der Schwur sie verfolgen, den sie an jenem schicksalhaften Tage leisteten.

Fazit:

Das Buch ist enorm spannend und mit fast 1300 Seiten auch eine Herausforderung. Dennoch überzeugt Ken Follet einmal mehr mit der hohen Kunst der Schriftstellerei, die einem nahe gehen kann. Einzige Kritik: Wäre es nicht möglich gewesen, das Ganze etwas kürzer zu halten?

Hinweis: Wie meistens ist die Verfilmung nicht zu empfehlen, besonders dann, wenn man das Buch gelesen hat. Unnötige harte Szenen, Protogonisten, die im Film erhängt werden, oder Szenen, die der eigenentlichen Geschichte wiedersprechen, schaden der Verfilmung.

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