Flucht aus Zwangsbeglückung – Christoph Witzig

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Flucht in die Freiheit?

Flucht aus ZwangsbeglückungGeflüchtet wird normalerweise aus Gefängnissen. Manche Gefängnisse bestehen nicht aus Mauern, sondern aus Worten, Denkmustern, Regeln, Abhängigkeiten und Gewohnheiten, etwa in Gemeinschaften, Beziehungen oder Arbeitsverhältnissen. Oft haben sich solche an sich normale Lebensgefässe in Zwangssysteme verwandelt. Mit viel Umsicht zeigt Christoph Witzig auf, wie zerstörerisch sich gerade fehlgeleitete Religiosität auf die gesamte Persönlichkeit eines Menschen auswirken kann. Glaube kann ungemein befreien. Glaube kann aber auch tyrannisch knechten. Die Grenzen vom Gesunden ins Missbräuchliche sind dabei fliessend. Witzig beschreibt eindrücklich, wie gewisse Vertreter von absoluten Weltanschauungen gründlich und systematisch vorgehen, um ihre «Schäfchen» gewinnen und manipulieren zu können, ohne dass diese sich dessen je bewusst werden. Ja, dass sie sich sogar sicher beschützt und freundlich geleitet wähnen.

Glaube kann befreien, Glaube kann auch tyrannisch knechten.

Wenn ein System sich zu Zwang und Gewalt berechtigt glaubt, subtil oder offen, bleibt als Gang in die Freiheit nur die Flucht. Mit «Flucht aus Zwangsbeglückung» hat Christoph Witzig einen Reiseführer herausgegeben, als Resultat von jahrelanger Beratung und Begleitung von Menschen aus bevormundender Religiosität.

Zitat S.125: «Liebe hat einen Selbstzerstörungsmechanismus. Je mehr sie Richtung Pflicht geht, desto mehr löst sie sich auf.»

Zitat S.135: «Es ist für Jesus schwierig, Menschen aus einem Gefängnis zu befreien, das mit seinem Namen angeschrieben ist. Aber nicht unmöglich.»

In diesem Buch geht es um Absolutheit, um Doppelbödigkeit, wo Gutes mit Schlechtem vermischt ist, um Identität, Abhängigkeit und selbständiges Denken.

Wo ist der Wolf im Schafspelz?

Der Autor

Christoph Witzig lebt als Autor und Sprachgestalter in Biel/Bienne. Als Berater für Wandlungsprozesse begleitete er während 15 Jahren Menschen aus bevormundender Religiosität.

 

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