Natürliche Gartenideen

Jasmin Taher

Unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt ist durch Klimawandel und schrumpfende Lebensräume akut bedroht. In einem natürlicher Garten, der sowohl Unterschlupf als auch Futter und Wasser bietet, finden Insekten und Vögel ein sicheres Zuhause, können sich vermehren und ihre Jungen aufziehen. Natürliche Gartenideen im Fokus.

Naturgarten als heimeliges Idyll

Naturgärten haben ein idyllisches, heimeliges Ambiente. Den Pflanzen wird ein gewisses Mass an Freiheit gelassen und der Mensch – Gartenbesitzer oder Gärtner – greift nur wenig in das Zusammenspiel der Natur ein. Vor allem wird im Naturgarten auf den Einsatz von giftigen Herbiziden oder Pestiziden verzichtet, sodass Insekten, Vögel und Kleinsäuger eine sichere Heimat finden können. Ausserdem können neugierige Kinder wunderbar im Garten spielen, bauen und forschen. Ein natürlich angelegter Garten macht vergleichsweise wenig Arbeit. So können Sie mehr freie Zeit in Ihrem Naturgarten geniessen und vielen fleissigen Hummeln und Bienen im Frühjahr und Sommer dabei zuschauen, wie sie summend von Blüte zu Blüte fliegen und Nektar sammeln.

Natürliche Gartenideen - damit der Garten lebt
Natürliche Gartenideen – damit der Garten lebt

Ideen für einen natürlichen Garten

Es gibt vielfältige Ideen, wie man einen natürlichen Garten anlegen kann. Die örtlichen Gegebenheiten – Boden, Gefälle, Sonneneinstrahlung, vorhandene Bäume etc. – sowie die Wünsche des Garteninhabers – Sitzplatz, Spielmöglichkeiten, Wiesenflächen, Obst- und Gemüseanbau – geben einen Rahmen vor, wie der Naturgarten geplant und umgesetzt wird. In jedem natürlichen Garten sollte es zum einen ausreichend Futterquellen und zum anderen geschützte Lebensräume für Tiere geben. Da unsere heimische Tierwelt sich im Laufe der Evolution an heimische Pflanzen angepasst haben, sollten im Naturgarten möglichst heimische Pflanzenarten gepflanzt werden.

Heimische Pflanzen für heimische Tiere

Heimischen Wildpflanzen, Blumen und Stauden – angelegt als Wiesen, Blumenbeete, Kräuter- oder Staudeninseln – bieten Insekten die für sie passende Nahrung. Auch bei der Wahl von Hecken, Sträuchern und Obstbäumen sollten heimische Arten angebaut werden. Hier finden Tiere Schutz und gleichzeitig etwas zu fressen. Ausserdem profitiert auch der Mensch davon, wenn sich im Garten altbewährte Heilkräuter und Heilpflanzen leben. Spitzwegerich ist beispielsweise ein klassisches Mittel zur Behandlung von Insektenstichen oder Husten.

Mischkultur im Naturgarten schützt Pflanzen vor Schädlingen

In einem Naturgarten sollten nach Möglichkeit Schädlinge nicht künstlich bekämpft werden. Der Grund: Pflanzenschutzmittel töten nicht nur schädliche Insekten, sondern auch Nützlinge. Vielmehr sollte man darauf achten, welche Kräuter, Beeren, Blumen, Gemüsesorten und Stauden optimal nebeneinander gedeihen. Unterschiedliche Pflanzenarten können einen positiven Effekt auf ihre Nachbarn haben. So kann man durch die richtige Kombination verschiedener Arten und gut durchdachte Mischkultur dafür sorgen, dass die Pflanzen miteinander optimal wachsen. Ein Beispiel für gute Nachbarschaft sind Erdbeeren und Zwiebeln oder Knoblauch. Die ätherischen Öle von Knoblauch und Zwiebel schützen die Erdbeeren vor Grauschimmel.

Totholz-, Laubhaufen und Trockenmauern bieten Lebensraum

Haufen aus Totholz, Ästen, Reisig – oder im Herbst und Winter auch aus Laub – bieten Unterschlupf und Schlafquartiere für Insekten, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger und andere Tiere. Einen geschützten Lebensraum finden die Tiere dann, wenn der Mensch nie – oder nur äusserst selten – in diese Bereiche eingreift. Vor allem für Igel sind Laubhaufen, die man im Herbst zusammenharkt, ein geschütztes Winterquartier. Lose aufgeschichteten Steinen, sogenannten Trockenmauern, bieten vielen Insekten, Kröten und Eidechsen Schutz. Ausserdem können für Insekten und Vögel zusätzliche Nisthilfen, Nistkästen und Insektenhotels angebracht werden. So können Sie in ihrem Naturgarten aktiv zum Artenschutz beitragen.

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